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Nennen wir es vorläufig das Distelsche Gesetz Drucken E-Mail
Geschrieben von Anne-Karoline Distel   
Samstag, 17. Februar 2007

Nennen wir es vorläufig das Distelsche Gesetz1:
eine dilettantische2 und dennoch hoffentlich erbauliche Sprachgeschichte3

Anne-Karoline Distel,
Leipzig
Für Schniene und Nine, meine temporären tapferen Bibliotheksmitstreiterinnen.
Nachdem noch nicht endgültig geklärt ist, woher die Indoeuropäer denn nun kamen4, soll nicht auf spekulative Wanderbewegungen derselben vor ihrer Sesshaftwerdung eingegangen werden. Lediglich eine kurze Beschreibung der Lebensumstände soll der Geschichte einen lokalen Rahmen geben.
Über den Indoeuropäer an sich lässt sich mithilfe der linguistischen Paläontologie so einiges herausfinden. Den Quellen und Rekonstruktionen (*) nach besaßen der *durchschnittliche Indoeuropäer oder die *durchschnittliche Indoeuropäerin eine weitverzweigte Familie mit dementsprechend ausgefeilten Bezeichnungen für die jeweiligen Mitglieder derselben. Er oder sie konnte bis zehn zählen, was für die Übersicht über den *durchschnittlichen Viehbestand sicher sehr hilfreich war. Das Lieblingsgetränk des *durchschnittlichen Indoeuropäerkindes war Milch, vermutlich von einer *durchschnittlichen Milchkuh, eventuell auch einer *durchschnittlichen Ziege. Die *durchschnittliche indogermanische Gemeinschaft feierte im Jahr durchschnittlich ein *Frühlingsfest und ein *Erntefest. Im Gebiet der *durchschnittlichen indoeuropäischen Nutzpflanzenwelt war der *durchschnittliche Indoeuropäer und vermutlich seine *durchschnittliche Gefährtin eine Koriphäe.
Eine Gruppe, die sich zivilisatorisch unglaublich überlegen vorkam, beschloss nach einer Versammlung, bei der Weißbrothäppchen zu gegorenem Traubensaft gereicht wurden, die Abspaltung. Sie wohnten im Westen und Süden Europas, also in den an den Atlantik und das Mittelmeer grenzenden Ländern und verzichteten fortan auf den Gebrauch des s-Lautes vor stimmhaften Konsonanten. So kommt es, dass die Nachfahren dieser Spalter, wenn gefrorenes Wasser in wunderschönen Formen vom Himmel fiel, vom Zeitpunkt dieser Volksversammlung an etwas sagten wie: “Merda, ninguit5!” oder »Merde, il neige6!« oder “Porca miseria, nevica7!”8, während die aus der Sicht der Spalter kulturell Zurückgebliebenen (dunkles Brot und Met, wie barbarisch!), bei denen im Durchschnitt, bedingt durch die eher nördliche Lage ihres Siedlungsgebietes, mehr von den gefrorenen Wunderwerken herniederkam und sie sich damit arrangieren mussten, dem Phänomen mit Worten wie „oh wie schön, es schneit9!” oder “how marvellous - it's snowing10!” oder “oh, det snöar11 so fint” begegneten. Auf der grünen Insel, wo bedingt durch den Golfstrom der Niederschlag seltener in der gefrorenen, sondern in flüssiger Form und zum Ausgleich auch viel öfter vom Himmel fällt, wurde das Phänomen mit snigid12 bezeichnet und auch noch heute verwenden Kiltträger das s- in gäl. sneachd. In der ausgestorbenen Sprache der Isle of Man hieß die weiße Materie sniagh'tee. Auch die Völkergruppen, die nach Osten abwanderten, behielten den s-Laut im Gebrauch, was ihnen später den sicher nicht völlig von der Hand zu weisenden Ruf einbrachte, dass sie Zischlauten im Allgemeinen nicht gerade abgeneigt gegenüber standen (allein in bekannten Zungenbrechern wie Borschtsch) und was ihre Sprache für westliche Zungen unaussprechlich machte. So heißt der Vorgang im Russischen снег13, im ukr. sníh und die weiße Materie im Polnischen snieg und im Litauischen sniẽgas14. Ein weiteres weintrinkendes Volk im Mittelmeerraum verabschiedete sich - ganz sicher per demokratischer Abstimmung, denn die hatten das erfunden - vom s-: νείφει15.
Eine andere Erscheinung der damals noch bitterkalten Jahreszeit sind Eiszapfen, die, als es noch keine Häuser und Autos gab, beispielsweise von Bäumen herabhingen, was im Deutschen auch die Nähe zu ihren morphologischen Verwandten, den Tannenzapfen verdeutlicht. Kinder, von denen es anteilig in dieser weit zurückliegenden Zeit ebenfalls mehr gab, haben nun im der kalten Jahreszeit ein Vergnügen daran, diese Eiszapfen mit ihren Zungen und Mundhöhlen in Berührung zu bringen und die Zapfen durch unschuldige Bewegungen in den flüssigen Zustand zu überführen. Diese Tätigkeit und das selbständige “Wasserlassen” der Eiszapfen ohne menschliches Zutun wurde und wird in den met- und biertrinkenden Sprachen mit lecken16, schlecken17, sleak18, lick19, slicka20, läcka21 und limnit22 (awal. ‘glätten’) bezeichnet. Im Polnischen heißt es lizać23. Die feinen Weintrinker hingegen machen von dem vulgären s- keinen Gebrauch: ital. I bambini leccano24 gelato.
Das Überführen vom festen in den flüssigen Aggregatzustand kann auch mit Hilfe von Feuer geschehen und ist eine Kulturleistung, die seit der Bronzezeit bekannt ist, woher diese Ära auch teilweise ihren Namen erhalten hat. Dieser Vorgang wird im Deutschen als Schmelzen25, im Englischen als to smelt26 und to melt27 und im Schwedischen als smälta28 und mälta29 bezeichnet.
Auch auf anderen Gebieten des täglichen Sprachgebrauchs lässt sich die selbst empfundene Überlegenheit nachweisen: Während im deutschsprachigen Raum, Großbritannien und Skandinavien und den slawischen Sprachen eine schmutzige, dickflüssige Materie, wie man sie in der Natur findet, als Schleim30, Schlamm31, slime32, slem33, slemon (ir. Adjektiv ‘glatt, rutschig’), sleetch (manx.) oder śluz34 (poln. ‘Schleim’) und слизь (russ. ‘Schleim’) bezeichnet wird, wird dieses unappetitliche Zeug in den Weißbrot bevorzugenden Regionen ausschließlich ohne s- benannt: Lat. līmus35, franz. limon36, span. lama (‘Schlamm’) und limo (‘Lehm’). Doch hier wird schon der kulturelle Einfluss der Weintrinker deutlich: Die kultivierte Form der ekligen Masse, wie sie für den Hausbau oder Bastelarbeiten und ähnliches verwendet wird, hat auch in den met- und biertrinkenden Sprachen das s- aufgegeben: Englisch lime37, deutsch Leim38, deutsch Lehm39 und schwedisch lim40.
Es sollen zwei Beispiele folgen, die sich leider nicht so schön in das oben beschriebene semantische Entwicklungsreihe einfügen, die aber vom Vorwurf der Onomatopoesie vollkommen freizusprechen sind, die bei den bisher genannten Beispielen mit bösem Willen nachgesagt werden könnte.
Das erste Beispiel behandelt das deutsche Lexem Schnur41, das - wie zu erwarten - auch in anderen Met- und Biertrinkersprachen das s- erhalten hat: engl. snare42, isl. snúðr, schwed. snöre43 und got. snórjó44. Die Kilkenny-Trinker haben ebenfalls das s- in snáithe (ir. ‘Faden’) und snáth (ir. ‘Schnüre’) erhalten, und auch andere Kelten verwende(et)n das s-, wie in manx. snaa (‘Faden’) und snaie (‘Schnüre’). Im Rumänischen, das doch eigentlich zu den Weintrinkersprachen gezählt werden müsste, heißt es dennoch şnur, was vielleicht dadurch zu begründen ist, dass Rumänien kein Anrainerstaat des Mittelmeeres ist, denn in den mediterranen Sprachen (des nördlichen Mittelmeeres) heißt der Faden beispielsweise lat. nervus45 und griech. νευρον46.
Ein Lexem, das im Deutschen zwar heute homophon zum vorherigen ist, aber nur von einigen Sprachhistorikern auf eine gemeinsame Wurzel zurückgeführt wird, ist die alte Bezeichnung für Schwiegertochter mit “Schnur”47, wie sie auch noch in einigen deutschsprachigen Dialekten48 erhalten ist. Wie zu erwarten, ist auch in den anderen Mettrinkersprachen das s- erhalten geblieben: me. snōre49 und isl. snor, snør50. Auch das Russische schließt sich mit сноха51 wieder den Mettrinkersprachen an. Und wieder haben die Weintrinkersprachen das s- aufgegeben: lat. nurus52, ital. nuora53, apr. nora54, mfrz. nore und rum. noră. Das Griechische geht hier einen von den Weintrinkkersprachen abweichenden Weg, indem es das s- beibehält: σνυσος. Das Albanische folgt den "kulturell überlegenen" Sprachen mit nuse.
Die Überzeugung von der eigenen kulturellen Überlegenheit ging sogar so weit, dass die Wilhelminischen Truppen im ausgehenden 11. und beginnenden 12. Jahrhundert die kleine Stadt Snotinghám55 kurzerhand in “Nottingham” umtauften, um so neben ihrer zivilisatorischen auch der politischen Überlegenheit Ausdruck zu geben. Dagegen konnte selbst der Rächer der Enterbten nichts ausrichten. Sie metzelten Massen von Mettrinkern nieder und errangen so die Herrschaft auf der verregneten Insel. Die Kolonialisierung, die sie von ihren sandalentragenden Vorfahren gelernt hatten, ging sogar so weit, dass sie es schafften, den Inselbewohnern den Verzehr von gesundem, dunklen Brot abzugewöhnen und so genanntes “Toastbrot” (afrz. toster56 ‘toasten’) als später als typisch geltende Unterlage für Orangenmarmelade und Cheddar-Käse einzuführen.
Die Jahrhunderte lange Arroganz - man ist geneigt zu sagen Hybris - der Weintrinker wurde in jüngerer Vergangenheit gerächt. In einem unachtsamen, weil vermutlich durch Dekadenz vernebelten Augenblick gelang es einigen Wörtern, von der nun in Kolonialisierung sehr erfolgreichen, englischen Sprache sich in die ehemalige Besatzersprache und deren Verwandte zu integrieren: smoking57, snob58, slip59 oder smart60.
Nach diesem rasanten Gang durch die Sprach- und Kulturgeschichte kann also das Distelsche Gesetz wie folgt formuliert werden:
Unter Einfluss einer Überzeugung der kulturellen Überlegenheit der Sprachgemeinschaft oder eines Gegenstandes der Sachkultur wird das s vor stimmhaftem Konsonanten ausgelassen.
Romanische Sprachen und das Griechische tendieren dazu, die nötige Arroganz zu besitzen.

Abkürzungen

ae.Altenglisch isl.Isländisch
afrz.Altfranzösisch lat.Lateinisch
agriech.Altgriechisch lit.Litauisch
ahd.Althochdeutsch mfrz.Mittelfranzösisch
air.Altirisch mhd.Mittelhochdeutsch
an.Altnordisch mnd.Mittelniederdeutsch
apr.Altprovenzalisch mnl.Mittelniederländisch
aruss.Altrussisch obersächs.Obersächsisch
av.Avedisch  poln.Polnisch
awal.Altwalisisch sanskr.Sanskrit
fschw.Frühschwedisch schw.Schwedisch
gäl.Gälisch (Schottisch)  schw-dt.Schweizerdeutsch
germ.Germanisch ukr.Ukrainisch
griech.Griechisch urslw.Urslawisch

Verwendete Literatur

  • Etymologisches Wörterbuch des Deutschen I und II, Berlin 1993.
  • Schweizerisches Idiotikon: Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache (SI) IX, Frauenfeld 1921.
  • Wörterbuch der obersächsischen Mundarten (OsWB) IV, Berlin 1996.
  • Andrzej Bańkowski: Etymologiczny Slownik Języka Polskiego II, , Warschau 2000.
  • Carlo Battisti/ Giovanni Alessio: Dizionario etimologico italiano III, Florenz 1952.
  • Joseph Bosworth: An Anglo-Saxon Dictionary, Oxford/ New York 1996.
  • Cregeen's Manx Dictionary, Douglas 1910.
  • Albert Dauzat/ Dubois/ Henri Mitterand (DDM): nouveau dictionaire étymologique et historique, Paris 1964.
  • Alexander Falileyev: Etymological Glossary of Old Welsh, Tübingen 2000.
  • Ernst Gamillscheg: Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, Heidelberg 1969.
  • Elof Hellquist: Svensk Etymologisk Ordbok, Malmö 1993.
  • Johannes Hoops: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA), Bd. 15, Berlin/ New York 2000.
  • Alexander Jóhannesson: Isländisches Etymologisches Wörterbuch, Bern 1956.
  • Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, Bd. II, Stuttgart 1992.
  • A.D. Mills: A Dictionary of English Place-Names, Oxford/ New York 1991.
  • Angelico Prati: Vocabulario etimologica italiano, Rom 1969.
  • Gerhard Rohlfs: Lexicon graecanicum italiae inferioris, Tübingen 1964.
  • Royal Irish Academy: Dictionary of the Irish language : based mainly on Old and Middle Irish materials, Bd. IV, Oxford, 1953.
  • Rudolf Schützeichel: Althochdeutscher und Altsächsischer Glossenwortschatz, Bd. VI, VIII, IX, Tübingen 2004.
  • Derick S. Thomson: The New English-Gaelic Dictionary, Glasgow 1996.
  • Max Vasmer: Russisches etymologisches Wörterbuch II + III, Heidelberg 1979.
  • Jan de Vries: Altnordisches etymologisches Wörterbuch, Leiden 1962.
  • Alois Walde: Lateinisches etymologisches Wörterbuch, Heidelberg 1910.
  • Alois Walde: Lateinisches etymologisches Wörterbuch, Heidelberg 1939.
  • Walther von Wartburg: Französisches etymologisches Wörterbuch, Basel 1953.

1 Die Autorin ist sich durchaus der Vermessenheit bewusst, ein als s mobile lange bekanntes Phänomen nach sich selbst zu benennen. Da sich jedoch die Bezeichnung “Distelsches Gesetz” in ihrem Freundeskreis bereits durch- und festgesetzt hat, wird um Nachsicht gebeten. Der Leser kann weiterhin bei s mobile bleiben.
2 Um den Dilletantismus auf einem Minimum zu halten, wird nicht der vermessene Versuch unternommen werden, Beispiele aus der hetitischen oder anderen für einen richtigen Indogermanisten unerlässliche Sprachen zu bemühen. Gleichwohl sei versichert, dass sich Beispiele im Sanskrit gefunden haben.
3 Eher im Sinne einer Narratio denn einer Historia.
4 Auf die legendären Erfinder der nach ihnen benannten Mütze wird hier aufgrund der noch friedlich zu beendenden Kontroverse nicht eingegangen werden.
5 aus *sneiguheti = av. snaēžaiti, Walde II: S. 169.
6 aus pop.-lat. *nĭvīcare, DDM: S. 490.
7 aus lat. nĭvāre, Prati: S. 688a.
8 Für diese und weitere Aushilfen bei Übersetzungen ins Italienische danke ich Andrea.
9 ahd. snīwan, Schützeichel IX: S. 21.
10 ae. sníwan, Bosworth: S. 892b.
11 an. snjóva, de Vries: S. 525.
12 air., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II: S. 1229.
13 aruss. sněgљ, Vasmer: S. 680.
14 Jóhannesson: S. 913.
15 Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II: S. 1229.
16 ahd. leckōn, Schützeichel VI: S. 40; aus ie. *leiĝh-, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II, S. 1209.
17 mhd. slëcken, Lexer II: Sp. 964; ebenso aus ie. *leiĝh-.
18 an. sleikja, Oxford English Dictionary online; dito.
19 ae. leccan, Bosworth: S. 627a.
20 aus mnd. slicken, Hellquist II: S. 987; dito.
21 fschw. lœka, Hellquist I: S. 605; an. leka, de Vries: S. 352.
22 aus ie. *(s)lei-, Falileyev: S. 103.
23 aus *leigh, Bankowski II: S. 58.
24 aus lat. *ligicāre, Battisti: S. 2190b.
25 ahd. smelzen, Schützeichel VIII, S. 482; aus ie. *meld- ‘weich’, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II, S. 1222; vgl. sanksr. śleşmán ‘Leim’, ‘Schleim’, Langenscheidt.
26 wahrscheinlich aus mnl. oder mnd. smelten, Oxford English Dictionary online.
27 Verschmelzung [!] zweier distinker Worte aus dem ae. und an., Oxford English Dictionary online.
28 an. smelt, de Vries: S. 519.
29 an. melta, Hellquist I: S. 623.
30 ahd. slīm, Schützeichel VIII: S. 457; zu ie. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten...’, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II, S. 1211.
31 mhd. slam, Lexer II: Sp. 961.
32 ae. slím, Bosworth: S. 884b.
33 fschw. slēmber, Hellquist II: S. 986.
34 aus *slez, Brückner: S. 532a.
35 Entweder als *slīmos zu mhd. slīm oder als *līmos oder *loimos zu ahd., ags., aisl. līm, Walde (1910): S. 432.
36 aus pop.-lat. *līmo, DDM: S. 424.
37 ae. lím, Bosworth: S. 641b.
38 ahd. līm, Schützeichel VI: S. 91f.
39 ahd. leim, Schützeichel VI: S. 30.
40 fschw. līm, Hellquist I: S. 575.
41 ahd. snuor, snůr, Schützeichel IX: S. 23; aus germ. *snuarh-, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II: S. 1234; aus ie. (s)ner- ‘drehen, winden’, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen II, S. 1234.
42 ae. snēr, Bosworth: S. 892a.
43 fschw. snöre, Hellquist II: S. 1022; aus an. snœri, de Vries: S. 528.
44 Bosworth: S. 892a.
45 urlat. aus *neuros bzw. Umstellung von *snēųeros, Walde II: S. 165.
46 Gleich agriech. νευρον, Rohlfs: S. 348.
47 ahd. snur, Schützeichel IX: S. 24a-b; aus idg. snusós, Jóhannesson: S. 919; vgl. sanskr. snuşắ, Langenscheidt.
48 Als kleine Auswahl sollen hier obersächs. Schnur2, OsWB IV: S. 126a und schw-dt. Schnur(r), SI: Sp. 1286 stehen.
49 ae. snoru, Bosworth: S. 892b.
50 an. snor, snør, de Vries: S. 528.
51 urslw. *snљcha, Vasmer II: S. 682.
52 aus idg. *snusós, Walde II: S. 190.
53 aus pop.-lat. *nŏra, Prati: S. 695b.
54 Dieses und beide nachfolgenden: v. Wartburg VII: S. 246.
55 ‘Heim der Snottinger’, Bosworth: S. 892b und Mills: S. 244.
56 Oxford English Dictionary online.
57 Zuerst belegt 1890, DDM: S. 695b.
58 Zuerst belegt im 19. Jahrhundert, Gamillscheg: S. 811a.
59 Erstbeleg 1885, DDM: S. 695b.
60 Erstbeleg 1850, DDM: S. 695b.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 21. Oktober 2007 )
 
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